Freitag, 26. Dezember 2008

Das Nuller-Jahrzehnt

Weiss eigentlich wer, dass das erste Jahrzehnt des 21. Jahrhunderts bald zu Ende geht? Das Nuller-Jahrzehnt? Jonah Goldberg fragt sich, wodurch sich dieses Jahrzehnt kulturell eigentlich auszeichnet und hat einen Punkt, wen er meint, dass sich da wohl soviel nicht finden laesst:

Likewise, the 1980s and 1990s felt like real decades, whether you hated them or not. Reagan and Bill Clinton, through force of personality alone, helped give the ’80s and ’90s a coherence.

But it doesn’t feel like we can say the same thing about George W. Bush’s oughts, in no small part because Bush showed neither the interest nor the ability to dominate the culture.

Neither the pro-Bush nor anti-Bush segments of society seemed to control the commanding heights of the popular culture. After 9/11, the Bushian forces seemed to dominate — freedom fries, 24, the Dixie Chicks’ implosion — but that didn’t last long. And, with the exception of a brief counter-Bush surge led by the lefty blogosphere, Jon Stewart and the re-imagined coffeehouse rock version of the Dixie Chicks, the battle for decade dominance has been between a fizzle and a deadlock.The war on terrorism doesn’t define young peoples’ lives, but neither does Bush-hatred. Virtually all of the antiwar or anti-Bush screeds put out by Hollywood over the last year, including Oliver Stone’s latest doggerel, have bombed.

Was die Achtziger waren und als was sie erinnert werden wuerden, darueber war man sich wohl auch schon gegen Ende des Jahres 1988 im klaren. Aber was koennen wir heute ueber die Nuller sagen? Ok, einem faellt zunaechst das World Trade Center ein, weiterhin gehen einem sofort diverse poltische Konflikte und "Krisen" durch den Kopf...aber das sind Ereignisse und Stimmungen, keine irgendwie bestimmte Kultur. "Das war die Zeit, in der wir uns so dauernd so sehr ueber die Politik aus Washington aufregten", wird man sagen (ich werde das gluecklicherweise nie behaupten koennen und bin sehr froh darueber). Und das war es? Ganz schoen trostlose Zeit, nicht?

1 Kommentar:

Markus hat gesagt…

Um mich auch mal wieder zu Wort zu melden. Ich denke dieses Jahrzehnt wird eher als "Jahrzehnt der Angst" in Erinnerung bleiben. Nie empfand ich eine so stark vorherrschende Angst vor so ziemlich Allem, sei es nun Terrorismus, Wirtschaftskrise oder Klimakatastrophe, und die anscheinend dazugehörige Bereitwilligkeit seine Bürgerrechte aufzugeben, um dieses Schicksal abzuwenden. Zugegeben mein recht junges Leben konnte noch nicht lange "empfinden" und wer weiß, was das nächste Jahr noch bereit hält.

 
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