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Montag, 16. Februar 2009

Maastricht, Amsterdam und die Gegenwart


Der ehemalige Bundesfinanzminister nutzt die Gelegenheit und rechtfertigt die Politik der 90er Jahre. Die große Mehrheit der Bevölkerung war damals gegen die Einführung des Euro. Theo Waigel aber darf sich heute bestätigt fühlen:

„Die europäischen Währungen wären auf Achterbahnfahrt von Auf- und Abwertungen und würden völlig auseinanderfallen.“

Vermutlich hat er recht.

Freitag, 19. September 2008

The end of greenspanomics

Einen kurzen Blick in die ökonomische Dogmengeschichte hinsichtlich der Analyse der Krisenhaftigkeit des Kapitalismus wirft Philip Plickert in der heutigen Ausgabe der FAZ.

Nachdem Marx als "großer Krisenprophet" gebasht und Schumpeter als der eigentlich treffende Theoretiker hervorgehoben wird, wendet er sich im Hinblick der aktuellen Finanzmarktkrise und des in der Nacht zum Freitag von Paulson und Bernanke bekanntgegebenen Rettungsplanes Hayek zu, der vor einem solchen Ausmaß an Regulierung gewarnt hätte:

In jeder Krise mischen sich somit Markt- und Staatsversagen. Die derzeitige Krise war einerseits getrieben von der Gier der Banken, die komplexe Finanzprodukte entwickelten, die sie selbst nicht mehr verstehen und beherrschen konnten. Hinzu kam jedoch eine große Portion staatlicher Fehlanreize, etwa die billigen Leitzinsen nach 2001.
Erst sie ermöglichten die massenhafte Kreditaufnahme und die immer größeren Hebel für Finanzinvestments. Das Eingreifen der amerikanischen Notenbank Fed 1998 in der LTCM-Krise schuf zudem einen gefährlichen Präzedenzfall, da risikobereite Banker im Zweifelsfall auf staatliche Hilfe hoffen konnten. Und der Häuseraufschwung in Amerika war auch politisch gewollt; Eigenheime für jeden waren die Aufgabe der staatlich geförderten Hypothekenkonzerne Fannie Mae und Freddie Mac.
Nun brechen die Banken reihenweise zusammen. Die Regierung in Washington ist dabei, die halbe Bankenwelt praktisch zu verstaatlichen. Künftige Finanzinnovationen werden schärfer reguliert werden. Doch wird damit der Wettbewerb als Entdeckungsverfahren in einer Weise gezügelt, deren Kosten den Nutzen möglicherweise übersteigen (davor hätte Hayek gewarnt). Noch hat der Kapitalismus sich aus jeder seiner Krisen selbst befreien können, staatliche Eingriffe waren oft eher schädlich.

Dienstag, 6. Mai 2008

Das Euro-Märchen

Thomas Fricke zeigt mit den aus meiner Sicht richtigen Argumenten, warum wir die Überteuerung des Euro nicht als für halb so wild erachten sollten.

Erinnert sich eigentlich noch jemand an die Zeit um 1997/98, als Leute wie Manfred Brunner, Dr. Bruno Bandulet, die Professoren Starbatty, Schachtschneider und Hankel, Bolko Hofmann oder eben auch Edmund Stoiber eindringlich vor der "Weich-Währung", dem "Monopoly-Geld" warnten, das für Länder wie Italien zu stark und für Deutschland ganz gewiß zu schwach sein werde?
 
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